Schwerkrank durch Pestizide

Agrartipp, 11.10.2015

Warum das argentinische Glyphosat-Problem auch unseres ist.

Über den gesundheitlich bedenklichen Einsatz des Pestizides Glyphosat berichteten wir in der Vergangenheit bereits mehrfach.

Zuletzt plante die EU-Kommission, eine endgültige Entscheidung über die weitere Zulassung des Wirkstoffes um weitere sechs Monate zu vertagen und die in diesem Jahr auslaufende Genehmigung für diesen Zeitraum zu verlängern.

Wie schwer die Auswirkungen des Pestizideinsatzes wirklich wiegen können, zeigt sich in Argentinien. Das südamerikanische Land verzeichnet mit 5 Litern pro Einwohner und Jahr den größten Glyphosatverbrauch weltweit. In den ländlichen Regionen Argentiniens steigt der Einsatz sogar stellenweise auf bis zu 70 Liter pro Kopf.

Bild: Achim Otto

Den Preis des exzessiven Glyphosateinsatzes bezahlen die Bewohner der meist landwirtschaftlich geprägten Gemeinden mit schweren gesundheitlichen Folgen. Neben erhöhten Missbildungszahlen bei Neugeborenen verbuchen die betroffenen Regionen zudem dreimal mehr Krebsfälle wie beispielsweise die 3-Millionen-Einwohner-Stadt Buenos Aires.

Wer die hier praktizierten Pestizidmethoden als "Problem auf einem anderen Kontinent" abtut, wird nun eines besseren belehrt. Denn ein Großteil des in Argentinien angebauten (und behandelten) Sojas findet seinen Weg nach Europa.

Messungen aus der Vergangenheit zeigten bereits: Der in Europa zulässige Grenzwert von 20 mg Glyphosat pro Kilogramm wurde mit dem argentinischen Soja bereits mehrfach überschritten. Der höchste gemessene Wert: Mehr als das fünffache der erlaubten Obergrenze (116 mg).

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