aktuell, 17.07.2026
Nach einem noch weitgehend unauffälligen Frühjahr steuern weite Teile des Landes im Sommer 2026 auf eine historische Dürrephase zu.
Besonders im Westen, Nordwesten und Südwesten zeigt sich die Situation extrem angespannt.
Während das gesamte bisherige Jahr statistisch noch im unteren Drittel der letzten 20 Jahre liegt, pulverisiert die extreme Trockenheit seit Juni sämtliche bisherigen Rekorde.
Der Sommer schlägt alles
Dass die Bilanz des Gesamtjahres noch halbwegs glimpflich aussieht, liegt einzig am passablen Frühjahr. Was sich jedoch seit dem 1. Juni abspielt und laut Prognosen bis weit in den Juli hinein fortsetzt, stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten: Wir erleben den mit Abstand trockensten Frühsommer der gesamten 20-jährigen Messreihe. Die berüchtigten Dürrejahre 2018 und 2019 werden beim Defizit in den Sommermonaten weit hinter sich gelassen.
Wasserbilanz im roten Bereich
Die reine Regenmenge zeigt bereits ein Extremjahr, doch das volle Ausmaß offenbart erst die Wasserbilanz, die Niederschlag und Verdunstung gegenüberstellt.
Durch die Kombination aus ausbleibendem Regen und extremer Hitze verdunstet ein Vielfaches dessen, was vom Himmel fällt. Das daraus resultierende Defizit übertrifft selbst den bisherigen Negativrekord aus dem Jahr 2019 noch einmal deutlich. Für viele Regionen im Land ist es der wasserbilanziell angespannteste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.
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