Extremes Niedrigwasser am Rhein droht zurückzukehren

aktuell, 29.10.2026

Trotz jüngster Niederschläge zeichnet sich eine erneute Verschärfung der Flusspegel ab. Eine anstehende Hochdrucklage dürfte die Logistik auf dem Rhein ab Anfang November wieder spürbar belasten.

Zum Start des neuen hydrologischen Jahres am 1. November 2026 deutet sich an vielen Flusspegeln erneut extremes Niedrigwasser an – ungeachtet der ergiebigen Regenmengen der vergangenen beiden Sturmtiefs.

Modellberechnungen für den Rhein zeigen nach etwa zehn Tagen anhaltenden Hochdruckeinflusses ab dem 7. oder 8. November wieder eine kritische Verflachung der Fahrrinne, insbesondere im Bereich der Engstelle bei Kaub.

Die akkumulierten Europa-Regenmengen bis 01.11.2026 nach ICON:

© www.donnerwetter.de

 

Eine nachhaltige Entspannung der Gewässersituation in Mitteleuropa wäre derzeit nur durch langanhaltende Westwetterlagen mit stetigen Niederschlägen möglich.

Die aktuellen Wettermodelle (u. a. ICON) signalisieren stattdessen eine stabile, blockierende Hochdrucklage über dem Kontinent.

Für die Binnenschifffahrt und die anstehende Logistik bedeutet dies erneut stark eingeschränkte Ladekapazitäten. In der Folge ist kurzfristig wieder mit steigenden Fracht- und Transportpreisen sowie potenziellen Engpässen bei rohstoffsensiblen Lieferketten und der Energieversorgung zu rechnen.

Die 2-Stunden-Radarprognose findet Ihr hier!

Die Höhenwetterkarte für den 01.11.2026 nach ICON:

© www.donnerwetter.de

 

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