aktuell, 09.03.2026
Drohen jetzt Frostschäden im Obst- und Weinbau?
Die bislang sehr milde Märzwitterung sorgt für eine ungewöhnlich frühe Entwicklung vieler Kulturpflanzen; besonders im Obstbau schreitet die Vegetation bereits deutlich voran.
Die Mandel befindet sich vielerorts schon in der Vollblüte, während der Weinbergpfirsich im Südwesten und Westen Deutschlands nun ebenfalls in die Blütephase eintritt. Auch frühe Kirschsorten beginnen bereits zu blühen.
Diese frühe Entwicklung birgt jedoch erhebliche Risiken.
In der Landwirtschaft gilt Spätfrost als eine der größten Gefahren für blühende Obstkulturen: Bereits Temperaturen von etwa –3 Grad über mehrere Stunden können Blüten und junge Fruchtansätze stark schädigen.
Meteorologisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit für solche Frostereignisse bis Ende Mai sehr hoch: Je nach Region liegt die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest kurzzeitig Temperaturen unter –3 Grad auftreten können, bei 95 bis 99 Prozent.
Gerade nach einem außergewöhnlich milden März steigt damit die Gefahr für größere Schäden im Obst- und Weinbau. Sollten empfindliche Blütenphasen mit einem Kaltlufteinbruch zusammenfallen, könnten regional erhebliche Ernteverluste drohen.
Für Obst- und Weinbaubetriebe beginnt damit eine besonders sensible Phase der Saison.
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