Rhein macht sich 'nackt'

aktuell, 13.07.2026

Die Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen lassen die Pegelstände des Rheins drastisch sinken. Das extreme Niedrigwasser beeinträchtigt nicht nur die Binnenschifffahrt, sondern bringt auch allerlei Unrat zu Tage.

Der Rhein führt derzeit extremes Niedrigwasser.

Am Pegel in Bonn kratzt der Wasserstand aktuell an der markanten Marke von rund 100 Zentimetern. Und ein Ende der Durststrecke für den Fluss ist vorerst nicht in Sicht: Die Prognosen für die kommenden Tage deuten darauf hin, dass die Pegelstände tendenziell noch etwas weiter nach unten rutschen könnten.

Wie die aktuellen Aufnahmen von heute zeigen, sorgt der tiefe Wasserstand für ein außergewöhnliches Schauspiel.

Das Wasser ist stellenweise so flach, dass man von oben den Kies am Grund deutlich erkennen kann:

 

Gleichzeitig legt der Rückzug des Wassers weite Teile des steinigen Flussbettes komplett trocken – und offenbart, was sonst unsichtbar am Grund verborgen lag. Wo sonst metertief die Strömung fließt, säumt nun Zivilisationsmüll die Ufer: Altes Eisen, weggeworfene Flaschen, Plastik und Reifen. Was der Fluss über Monate oder Jahre verdeckt hat, kommt durch die extreme Trockenheit jetzt zum Vorschein.

Für die Tier- und Pflanzenwelt im Strom sowie für die Frachtschifffahrt, die ihre Ladungsmengen bereits deutlich reduzieren muss, verschärft sich die Situation durch die ausbleibenden Niederschläge im Einzugsgebiet spürbar. Solange ergiebiger Regen ausbleibt, wird der Pegel in den nächsten Tagen weiter fallen. Auffällig: Während unserer Aufnahmen passierte nicht ein einziges Frachtschiff den Rhein an dieser Stelle. 

Impressionen vom Bonner Rheinufer (13.07.2026):

 

 

 

 

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